Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor e.V.

Organisationsform
Verein in Gründung
Mitgliederzahl
700
Aktive
25




 

Aktiv in

  • Neukölln

Schwerpunkte

  • dauerhaft tragfähige Nutzung natürlicher Ressourcen und Erhalt der Lebensgrundlagen
  • verstärkte Beteiligung im Stadtentwicklungsprozess
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Ziele

Ziel des Projekts ist das Zurückholen der Allmende, die Aufwertung der alltäglichen und gemeinschaftlichen Dimensionen des Lebens in der Stadt. Allmende wird hier verstanden als eine genossenschaftliche Verwaltungsform einer natürlichen Ressource zum Nutzen aller mit einem genau definierten limitierten Nießbrauchrecht für die GenossInnen. Wir brauchen eine neue kommunale Bodenvorratswirtschaft, die es ermöglicht, auch kurzfristig gegeb. mehr Flächen für Gemeinschaftsgärten etc. zur Verfügung zu stellen. Als Anlauf- und Vernetzungsstelle strebt die Gründergruppe des Gemeinschaftsgartens, das Allmende-Kontor, eine Bündelung der Projekte der urbanen Landwirtschaft und Interkulturellen Gärten in Berlin und Brandenburg für eine bessere Interessenvertretung an. (Vorbilder sind Initiativen wie die Green Guerillas oder GreenThumb in New York City.)

Methoden

Die neue städtische Landwirtschaft hat sich als eine der besten Methoden zur Zurückholung der alltäglichen und gemeinschaftlichen Dimensionen des Lebens erwiesen. Die neue urbane Landwirtschaft ermöglicht eine Wiederentdeckung und Neureflexion unseres Essverhaltens. Ernährung durch Selbstversorgung in gemeinschaftlich geführtem Gärten bedeutet das Zurückholen eines „sinnvollen Lebens“ oder „des guten Lebens“, entgegen einer nur konsumorientierten Wirtschaftsweise, die Kultur nur als passive Erholung von Lohnarbeit und Entfremdung versteht. Der Garten des Allmende-Kontor auf Tempelhof ist so als eine neue Form einer vernakulären, allen zugänglichen Form von städtischem Gemüseanbau zu sehen. Der Garten ist auf einer Fläche von 5000 qm mit 700 Beteiligten heute das grösste Pionierprojekt auf dem ehemaligen Flughafengelände. Dazu gehören verschiedenen aus dem A-K heraus entstandene Unterprojekte vom Bienen- bis zum Kompostprojekt sowie eine interaktive Plattform: www.stadtacker.net.

Erfolge

Bereits drei Monate nach Beginn des praktischen Gärtnerns Mitte April 2011 hat sich der Garten des Allmende-Kontor zum grössten Gemeinschaftsgarten in Berlin entfaltet, mit über 700 Gärtnern aus allen sozialen Schichten und Sprachräumen. Frauen und Männer, Jugendliche und Ältere, Erwerbslose und Erwerbstätige, Einheimische und Migranten entdecken gemeinsam die Freuden der Selbstversorgung inmitten der Stadt. Touristen durchwandern die Hochbeeteanlage entzückt über soviel Vielfalt und Phantasie und Studenten- und Forschergruppen aus aller Welt wünschen Führungen. Journalisten und TV-Teams von überall machen Fotos und wünschen Interviews. Dieser erstaunliche Erfolg des Gartens brachte ihm eine hohe Anerkennung seitens von Stadtverwaltung und Politik, die das Projekt als eine zukunftweisende und friedensstiftende Form des urbanen Lebens verstehen. Heute prägt wohl kaum ein anderes Gartenprojekt das Bild vom faszinierenden, grünen Berlin wie die Hochbeete des Allmende-Kontors.

Ehrenamtliche Mitarbeit möglich?

  • ja

Öffentliche Treffen?

  • ja, jeden ersten und dritten Samstag im Monat, 16:00 -18:00 Uhr, Gartenplenum auf dem Dorfplatz des Allmende-Kontors
  • Menschen, die am selbst Gärtnern interessiert sind
  • Alle, die an einer nachhaltigen Ernährungskultur mitwirken wollen
  • Menschen, die sich für eine alternative Form der produktiven Stadtlandschaften einsetzen

Kontakt

Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor e.V. i. Gr.
c/o E. Meyer-Renschhausen
Bülowstr. 74
107813 Berlin

0151 - 166 76605 (Gerda Münnich, IKG)
030 - 261 22 87 (Elisabeth Meyer-Renschhausen)

info@allmende-kontor.de

www.allmende-kontor.de

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